5 Euphemismen für Blasenschwäche, die wir wirklich ablegen sollten

Wusstet ihr, dass eine von drei Frauen und Menschen mit Vulven irgendwann in ihrem Leben von leichter Harninkontinenz betroffen sind? Inkontinenz tritt häufig auf und ist in 85 % der Fälle behandelbar, aber dennoch ist es immer noch mit einem Stigma behaftet. Da sich Menschen mit Blasenschwäche oft dafür schämen, verwenden sie Euphemismen, um über leichte Harninkontinenz zu sprechen. Wir von Natracare sind der Meinung, dass es an der Zeit ist, diese endgültig abzulegen – wir sagen euch, warum!

Was sind verharmlosende Aussagen bei Blasenschwäche?

Euphemismen sind eine indirekte Art, über tabuisierte oder sensible Themen zu sprechen. Beschönigungen bei Blasenschwäche klingen zwar meist recht locker, aber sie verstärken auch die Scham und halten Menschen davon ab, offen darüber zu sprechen, ohne dass es ihnen peinlich ist.

Blasenschwäche Euphemismen Infografik

Hier sind einige Euphemismen, die wir von Menschen gehört haben:

  • „Ich habe gerade Trampolinverbot
  • „Ich habe ein kleines Pinkelproblem
  • „Ich bin zum Bus gerannt und habe aus Versehen ein bisschen getröpfelt
  • „Ich musste lachen und habe einen kleinen Spritzer verloren“
  • „Ich hatte einen kleinen Ups-Moment

Warum sollten wir diese Euphemismen für Blasenschwäche ablegen?

Auch wenn diese lockeren Aussagen Blasenschwäche verharmlosen und es uns daher auch leichter machen können, ein Gespräch darüber zu beginnen, tragen sie längerfristig zu der Stigmatisierung von leichter Harninkontinenz bei.

Wenn man um das Themas drum herum redet, erweckt es den Eindruck, dass leichte Harninkontinenz etwas ist, wofür man sich schämen muss. Das wiederum kann Menschen davon abhalten, sich medizinischen Rat einzuholen. Darüber hinaus hat das Tabu der Inkontinenz dazu geführt, dass 24 % der von Stressinkontinenz betroffenen Menschen noch nie Inkontinenzprodukte verwendet haben und dass 41 % klassische Binden anstelle von Inkontinenzeinlagen benutzen.

Die einzige Möglichkeit zur Überwindung des Inkontinenz-Tabus besteht darin, offen darüber zu sprechen. Indem wir die Euphemismen für Blasenschwäche über Bord werfen, können wir das Thema offen angehen, um Menschen mit leichter Harninkontinenz zu unterstützen und aufzuklären.

Was sollten wir anstelle der Inkontinenz-Euphemismen verwenden?

Über leichte Harninkontinenz zu lachen und zu sagen, dass man einen „Ups“-Moment oder ein „versehentliches Tröpfchen” hatte, kann zwar die lockerste Art sein, das Thema zu erwähnen. Aber diese Aussagen haben negative Konnotationen, welche die mit leichter Harninkontinenz verbundenen Scham noch verstärken. Versucht stattdessen Begriffe zu verwenden, die eine neutrale Bedeutung haben, wie z. B.:

  • Erhöhte Blasensensibilität
  • Leichte Blasenschwäche

Diese stigmafreien Begriffe tragen dazu bei, die Scham zu verringern und ermöglichen es den Betroffenen, sich wohler und unterstützt zu fühlen.

Wie ihr selbstbewusst mit dem Thema der leichten Harninkontinenz umgehen könnt

Ein Großteil des Stigmas, das leichte Harninkontinenz umgibt, ist darauf zurückzuführen, dass es ausschließlich mit Kindern, schwangeren Frauen oder älteren Menschen in Verbindung gebracht wird. Jedoch kann Inkontinenz jeden Menschen zu jeder Zeit treffen. Tatsächlich sind z. B. in Großbritannien mehr Menschen davon betroffen als von Heuschnupfen oder Asthma, Diabetes und Epilepsie zusammen. Obwohl leichte Harninkontinenz sehr häufig vorkommt, schämen sich viele, darüber zu sprechen, weil es an Bewusstsein und Aufklärung mangelt. In einer kürzlich durchgeführten Fokusgruppe gaben die Teilnehmer an, dass sie das Gefühl hatten, nicht offen über das Thema sprechen zu können, weil sie nicht zur „richtigen Bevölkerungsgruppe“ gehörten1.

Wenn ihr jemandem mitteilt, dass ihr eine empfindliche Blase habt oder auch schon von Blasenschwäche betroffen wart, besteht die Chance, dass auch er oder sie diese Erfahrung gemacht hat. Etwa 33 % der Frauen und 13 % der Männer leiden irgendwann in ihrem Leben unter Blasenschwäche, was zeigt, wie verbreitet sie ist.

Indem wir verharmlosende Aussagen bei Blasenschwäche ablegen, können wir das Thema offen ansprechen und dazu beitragen, es zu entstigmatisieren. Zudem ermöglicht es den Menschen, mehr darüber zu erfahren, wen es betrifft und welche begleitenden Therapien es gibt.

Wir sollten das Thema der leichten Harninkontinenz vermehrt ins Gespräch bringen, um Menschen zu ermutigen und zu unterstützen, denen es vielleicht unangenehm ist, Inkontinenzprodukte zu kaufen oder mit einem Arzt oder einer Ärztin darüber zu sprechen. Es ist an der Zeit, Euphemismen für Blasenschwäche über Bord zu werfen und sich für eine Behandlung einzusetzen. Vergesst nicht, dass leichte Harninkontinenz häufig vorkommt und behandelbar ist.

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1) Laut den von Natracare durchgeführten Fokusgruppen

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