Natracare x IFAW: Tier- und Lebensraumrettung

Seit mittlerweile mehreren Monaten durchlebt Australien eine Buschfeuer-Krise – das Ergebnis andauernder Trockenheit und ungewöhnlich hoher Temperaturen. Mehr als 10 Millionen Hektar Land wurden durch die lodernden Feuer verbrannt, 30 Menschen sind gestorben und Umweltschützer der University of Sydney vermuten, dass den Bränden über eine Milliarde Tiere zum Opfer gefallen sind. Der Einfluss der australischen Buschbrände auf Menschen und die Tierwelt ist verheerend. Als einem veganen Unternehmen liegt uns Tierschutz sehr am Herzen. Wir wollten helfen, also haben wir uns mit dem IFAW zusammengetan.

Wer oder was ist IFAW?

IFAW steht für International Fund for Animal Welfare (Internationaler Fonds für Tierschutz) – eine der größten Stiftungen für Tiererhaltung und Tierschutz. Das engagierte IFAW-Team arbeitet um zu retten, zu rehabilitieren und um Tiere sicher zurück in die Wildnis zu entlassen, indem sie Tierpopulationen und deren Lebensraum schützen. Er wurde 1969 gegründet und hat seitdem geholfen mehr als 200.000 Tiere über Meere und Ozeane hinweg und in mehr als 40 Ländern zu retten. Sie glauben, dass jedes Tier zählt – denn wenn der IFAW ein Tier rettet, dann tun sie sehr viel mehr als nur ein Leben zu retten: sie vereinigen Familien wieder, stellen die Lebensgrundlage von Gemeinschaften wieder her und retten Spezies, die am Rande des Aussterbens stehen.

Ifaw Mitarbeiter hält ein Känguru auf dem Arm

IFAW in Australien

Der IFAW arbeitet seit über 30 Jahren mit lokalen Wildtier-Gruppen in Australien. Aber als die zerstörerischen Buschfeuer immer weiter eskalierten, wusste das Team, dass es Zeit ist, ihr Team für Katastrophenhilfe in den betroffenen Arealen einzusetzen und lokale Partner vor Ort mithilfe von Lieferungen notwendiger Ressourcen zu unterstützen. Sie haben Notfall-Zuschüsse verteilt, die den lokalen Organisationen Zugang zu verschiedensten lebensrettenden Gütern gewährleisten, wie zum Beispiel:

  • Wasserstationen für Tiere, die in den Buschbrand-Gebieten eingeschlossen wurden
  • Kameras, die an Wasser- und Futterstationen platziert wurden, um Tiere in dem Bereich zu beobachten
  • Gehege und Nahrung für gerettete Fledermäuse, Kängurus, Wombats und Koalabären
  • Tankkarten für Pfleger und Freiwillige, die beim Retten der Tiere helfen

Neben der Bereitstellung von Zuschüssen, hat das IFAW-Team während der letzten drei Monate mit lokalen Partnern gearbeitet, um Wildtiere in Not zu retten. Wo auch immer möglich, haben sie diese rehabilitiert und sie dann zurück in sichere Lebensräume entlassen. Da die Buschbrände weiterhin andauern, entwickeln sich die Prioritäten immer mehr zur langzeitlichen Rehabilitierung von Wildtieren und zum langzeitlichen Wiederherstellen und Schützen von Lebensräumen.

Unsere Arbeit mit IFAW

Nachdem wir die Arbeit unserer Freunde vom IFAW in Reaktion auf die australischen Buschbrände gesehen haben, wollten wir uns auch beteiligen. Also haben wir sie kontaktiert und einen Plan konzipiert. Die Spende von Natracare hilft, um die folgenden Bedürfnisse zu finanzieren:

Einsatz von „Bear“ – dem Spürhund vom IFAW

Koalas gehören zu den Tieren, die am meisten von den australischen Buschfeuern bedroht werden, da sie in hochgradig brennbaren Lebensräumen leben und sich nur langsam bewegen. Sie sind teilweise extrem schwer zu finden, vor allem in den Arealen, die von den Buschbränden betroffen sind. Genau da kommt „Bear“ ins Spiel! Bear wurde vom IFAW und vom Projekt „USC Detection Dogs for Conservation“ (Spürhunde für den Naturschutz) dazu trainiert, lebende Koalas zu finden und zu retten, indem er deren niedergebrannte Lebensräume durchsucht. Bear wurde seit den Buschbränden bisher zu sieben verschiedenen Anlässen eingesetzt, während er zugleich eine weltweite Sensation und ein allseits anerkannter Held wurde. Er hat seinen eigenen Instagram-Account und hat bereits viele Likes ergattert, auch von Tom Hanks. Internationale Verlagshäuser haben sogar Interesse gezeigt ein Kinderbuch über ihn zu veröffentlichen. Unsere Unterstützung hilft dem IFAW den Spürhund Bear einzusetzen und Koalas zu retten, die die Auswirkungen der Brände zu spüren bekommen haben.

Der Hund

Bear und seine neuen schützenden Schühchen, die ein aufmerksamer Spender gesendet hat!

Bereitstellung psychologischer Betreuung für Tierschützer

Es kann extrem anstrengend und anspruchsvoll sein die von den Buschfeuern betroffenen Wildtiere zu retten und zu versorgen – sowohl physisch als auch psychisch. Ein Teil unserer Unterstützung ist es, zur Zusammenarbeit vom IFAW mit der Organisation Two Green Threads beizutragen, um die mentale Gesundheit derjenigen zu unterstützen, die den hilfsbedürftigen Tieren helfen.

Notfall-Gehege für Tiere

Die große Anzahl von geretteten und rehabilitierten Wildtieren übersteigt weitaus die bestehenden Kapazitäten zur Behausung und zum Schutz dieser Tiere. Natracare sorgt auch dafür, dass Notfall-Gehege bereitgestellt werden, um die geretteten Tiere zu beherbergen und sie zu schützen, bis sie so weit sind, behandelt oder wieder zurück in die Wildnis freigelassen zu werden.

Brandschulung

Es ist wichtig, dass Tierschutzgruppen angemessene Brandschulungen erhalten, um in der Lage zu sein, sich selbst und die Tiere so sicher wie möglich zu halten. Das ist ein weiterer Bereich unseres Supports für den IFAW und wird helfen, so viele Menschen und Tiere wie möglich zu schützen.

Tierschutzgeschichten

Die Ausmaße der Brände auf die heimische australische Tierwelt sind massiv und die Arbeit des IFAW und dessen Partnern zum Schutz der Tiere ist unentbehrlich. Hier sind einige Geschichten über die, vor den Buschbränden geretteten, Tiere, die uns nicht losgelassen haben:

Kajika, der Koala

Als Kajika vom IFAW gefunden wurde, war er wegen Erschöpfung und Dehydrierung zusammengebrochen. Nach den Folgen des Wardell-Feuers hatte er zwei Wochen auf dem verbrannten Boden des indigenen Schutzgebietes „Ngunya Jargoon“ verbracht. Trotz allem hat er sich glücklicherweise gut erholt und wurde Anfang Dezember zurück in die Wildnis gelassen, in der Nähe seines Fundortes.

Koala in brennendem Wald

Ash, der Wombat

Ash ist ein enorm junger Wombat und aufgrund der Buschbrände nun verwaist. Sie ist sehr lebhaft, autonom und wild – vermutlich weil sie schon ein paar Monate nach ihrer Geburt ihre Eltern verloren hat. In der Wildnis bleiben Wombats normalerweise über zwei Jahre nah an ihrer Mutter. Da sie so jung ist, wird Ash über einen ähnlich langen Zeitraum in engem Kontakt zu ihrer Rehabilitorin bleiben, mit ihr spielen und interagieren, wie sie es mit ihrer Mutter getan hätte.

Junger Wombat in pinker Decke eingewickelt

Flughunde

Diese Tiere sind eine wichtige Spezies. Sie spielen eine entscheidende Rolle für das Überleben ihres lokalen Ökosystems – die Bäume, die Koalas und sogar Menschen. Buschbrände und Hitzewellen können Hitzebelastung in Flughunden auslösen, weshalb sie ihre Körpertemperatur nicht mehr regulieren können. Dis kann zur Überhitzung und zum Tod führen. IFAW hat der Native Animal Rescue Group (einheimische-Tierschutz-Gruppe) mit 75 geretteten Flughunden geholfen – 28 von ihnen sind verwaiste Welpen, die konstant gefüttert & versorgt werden müssen. Flughund-Babys haben die Zitze ihrer Mutter konstant im Mund, damit sie nicht herunterfallen. Wenn sie also ihren „Schnuller“ verlieren, können sie aufgebracht und verunsichert werden.

Flughund Baby mit Schnuller

George, das Känguru

George ist ein Östliches Graues Riesenkänguru, welches verwaist wurde als seine Mutter von einem Auto erfasst wurde – ein Dominoeffekt der Brände, da die Tiere aus  ihren Heimen flüchten und in Menschennähe Schutz suchen. Er ist noch ein junges Känguru, weshalb er direkt nach seiner Rettung in einem beheizten Beutel untergebracht wurde – mittlerweile bekommt er nach und nach Fell!

Baby Känguru Joey wird mit Milch gefüttert

Die Arbeit vom IFAW zur Rettung und Rehabilitierung australischer Wildtiere ist essenziell, da die Buschfeuer weiter andauern. Wir sind stolz auf die Zusammenarbeit mit dieser unglaublichen Organisation. Wenn du dich auch engagieren möchtest, kannst du hier spenden. Hier kannst du mehr über unsere Mitgliedschaft bei 1% for the Planet erfahren.

Kommentar

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.