Warum deine Periode vielleicht NICHT vegan ist

Der „Veganuary“ ist für uns weit mehr als nur eine Ernährungsart. Während der Verkauf von Gemüse im veganen Januar stark ansteigen könnte und Superfoods vielleicht aus den Regalen gerissen werden, sind viele der in diesem Monat erworbenen Menstruationsprodukte nicht vegan. Weißt du, warum deine Periode möglicherweise nicht vegan ist?

Tierversuche: Grausamkeit in herkömmlichen Menstruationsprodukten

Vorsicht, diese Info ist nichts für Zartbesaitete: Kaninchen, Meerschweinchen und Paviane müssen es ertragen, einen Tampon in ihre Vaginen eingeführt zu bekommen, der mit lebenden Bakterien gespickt ist, die das toxische Schocksyndrom TSS auslösen können. Diesen Tampon müssen die Tiere dann stundenlang in sich tragen. Als wäre das nicht schlimm genug: Aus irgendeinem Grund wurden einigen Kaninchen die Tampons aus Testzwecken in ihr Nackengewebe eingesetzt. Jap, wir konnten es auch nicht glauben.

Sicher, viele dieser Tests stammen aus den 80er, 90er und frühen 00er Jahren, aber solche Tierversuche finden teilweise auch heute noch statt. Um noch einen drauf zu setzen: Herkömmliche Tampons werden häufig unnötigerweise für ihren strahlend weißen Look mit Chlor gebleicht.

Leider gilt das alles auch oft für Menstruationstassen: um sicher zu stellen, dass das medizinische Silikon, aus dem sie hergestellt werden, stabil ist, könnten Tierversuche durchgeführt worden sein.

Die gute Nachricht: Es gibt Firmen, die vegane Menstruationsprodukte herstellen. Und zwar vom Produktionsprozess bis hin zum fertigen Produkt. Hier könnt ihr nachlesen, wie ihr sie erkennt.

Hast du eine Packung Natracare-Tampons zur Hand? Dann suche nach dem Siegel der Vegetarian Society J. Unsere Tampons kommen ohne Bleiche und ohne Grausamkeit aus.

Schlecht für die Umwelt und unsere Tierwelt

Herkömmliche Menstruationsprodukte wie Tampons oder Binden enthalten häufig Kunststoff. In der Verpackung, im Applikator und sogar in den Fasern selbst. Monatshygieneprodukte, die Kunststoffe enthalten, haben Auswirkungen auf unseren Planeten, einschließlich der Tierwelt. Eine durchschnittliche menstruierende Person nutzt und entsorgt ca. 11.000 Menstruationsprodukte in ihrem Leben. Eine herkömmliche Binde benötigt ca. 500 Jahre, bis sie vollkommen zersetzt ist. 1,4 Mio. Binden und Tampons werden jährlich die Toilette hinuntergespült. Das ergibt verdammt viel Kunststoffmüll! Das Herunterspülen von Monatshygieneprodukten, die Plastik enthalten, verschmutzt Meere und ist schädlich für die Meerestiere. Zersetzen sich Produkte, dann werden sie zu Mikroplastik. Dieses wiederrum verwechseln Meerestiere mit Nahrung – ihre Bäuche sind voller Plastik. Selbst wenn herkömmliche Monatshygieneprodukte korrekt entsorgt werden, kann es sein, dass die kleinen Plastikteilchen durch den Wind von Mülldeponien zum Meer getragen werden, wodurch wieder ein Schaden für unsere Umwelt und die Tierwelt entsteht. Ein Verbot von Einwegplastik wird heiß diskutiert. Viele Menschen verzichten bereits darauf und orientieren sich an einem Zero Waste Lebensstil. Warum also nicht auch vesuchen, in Menstruationsprodukten auf Plastikerzichten?

Eine vegane Periode – ohne Grausamkeit und ohne Plastik

  1. Wenn Du Tampons nutzt: Wähle Produkte, die aus 100 % biologisch zertifizierter Baumwolle bestehen und Unternehmen, die auf Tierversuche verzichten (z.B. Natracare). Tiere, Vögel, Bienen, Insekten, dich, deine Kinder… Bei der Herstellung unserer Produkte haben wir alle im Sinn. Unsere Monatshygieneprodukte sind biologisch abbaubar, kommen ohne Tierversuche und tierische Inhaltsstoffe aus, und können bedenkenlos von VegetarierInnen und VeganerInnen verwendet werden.
  2. Entsorge deine Menstruationsprodukte ordnungsgemäß. Dies kann bedeuten die Produkte im Restmüll zu entsorgen, oder sie zu kompostieren, bitte spüle sie aber niemals die Toilette hinunter. Auch biologisch abbaubare Produkte zersetzen sich nicht über Nacht.“

Lass uns gerne wissen, ob du diesen Monat den Schritt zu veganen Menstruationsprodukten gegangen bist, z.B. über Facebook oder Instagram.

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