Die monatliche Dosis Glyphosat

Hast du auch bemerkt, wie Glyphosat immer mehr in den Nachrichten vorkommt? Der Grund dafür ist, dass die Internationale Agentur für Krebsforschung (International Agency for Research on Cancer – IARC), eine Einrichtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), leztes Jahr Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft hat. Seitdem wurde es beunruhigend klar, wie häufig dieses Pestizid in unserem Leben vorkommt. Laut der IARC ist die generelle Bevölkerung, also Leute wie du und ich, diesem Organophosphat durch Nahrung und Wasser ausgesetzt.

Pestizid-Warnschild in Baumwollfeld

Für Frauen gibt es noch mehr schlechte Nachrichten: Einige wichtige Studien[1] zeigen, dass die meistgekauften Tampons Rückstände von Glyphosat aufweisen. Das ist keine Überraschung, da Baumwolle heftig mit Pestiziden besprüht wird. Dies geschieht, wenn die Knospe geöffnet ist, sodass das Herbizid komplett in die Pflanze eindringen kann und dadurch nicht einfach bei der Weiterverarbeitung der Baumwolle ausgewaschen werden kann.

Sollten wir uns Sorgen machen?

Laut David Schubert, Leiter des Labors für zelluläre Neurobiologie am Salk Institute for Biological Studies, gibt es einige unabhängig herausgebrachte Manuskripte, die deutlich zeigen, dass Glyphosat Krebs und Tumorwachstum fördern kann und es verboten werden sollte.

Die menschliche Vagina absorbiert Chemikalien, die in Tampons enthalten sind, ohne Weiteres. Tampons, die aus genmanipulierter Baumwolle hergestellt werden, enthalten fast immer Glyphosat, das durch die Scheidenwand aufgesaugt wird und dadurch in die Blutbahn gelangt.

Natracare, zusammen mit Organisationen wie der Soil Association, schafft Bewusstsein über unkontrollierte und eventuell gefährliche Chemikalien in Monatshygieneprodukten, einschließlich Pestiziden, Duftstoffen, Farbstoffen und Konservierungsstoffen. Gleichzeitig streben wir an, eine praktikable Lösung in der Form von Hygieneartikeln aus zertifiziert biologisch angebauter Baumwolle anzubieten, die keine Organophosphate enthalten oder unnötigerweise potenziell krebserregenden Stoffen ausgesetzt werden.

Durch die Wahl von biologisch angebauter Baumwolle, die zudem nicht chlorgebleicht ist, wird es vermieden, Frauen vermutlich krebserregenden Stoffen auszusetzen. Des Weiteren werden dadurch die Gesundheit von Bauern und Gemeinden in der Nähe von Baumwollfeldern geschützt und faire und sichere Arbeitsbedingungen versichert. Biologisch angebaute Baumwolle hilft, Boden, Tierwelt und Wasserquellen zu schützen und produziert bis zu 94 % weniger Treibhausgase als konventioneller Anbau.

[1] 2015 Studie von Dr. Damien Marino, Universität La Plata, Argentinien & „Alerte sur les tampons“ in n°513 60 Millions de consommateurs, Frankreich.

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